Wie deine Darmgesundheit dein Wohlbefinden beeinflusst

Eine gute Darmgesundheit bedeutet nicht nur eine ausgeglichene Darmflora zu haben, sondern auch ein frohes Gemüt. Unser Darm ist mehr als nur ein Verdauungsorgan. Das “zweite Gehirn” reguliert unsere Stimmung und kann empfindlich auf Außenreize wie Stress reagieren.
Um deine Darmgesundheit ganzheitlich verstehen zu können, erhälst du in diesem Artikel neben praktischen Tipps, grundlegende Information, die dir helfen deine Verdauung und Darmintelligenz zu verstehen.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben und Funktion unseres Darmes

Wie unsere Verdauung funktioniert

Darmflora und Darmgesundheit

Die Immunabwehr im Dickdarm

Darmintelligenz

Darmgesundheit: Die Emotionen und das Bauchgefühl

Symptome schlechter Darmgesundheit

5 Tipps, um die Darmgesundheit zu stärken

1. Mehr Präbiotika, mehr Ballaststoffe

2. Mehr probiotische Lebensmittel

3. Bewegung in den Alltag einbauen

4. Stress abbauen

5. Bitterstoffe

 Aufgaben und Funktion unseres Darmes

Unser Darm ist ein faszinierendes Organ. Billionen von Mikroorganismen tummeln sich auf einer Länge von 4-6 Metern (je nach Körpergröße) und einer Größe von 400-500 Quadratmetern. Diese Mikroorganismen leben auf der Darmschleimhaut und sorgen nicht nur für eine gute Verdauung, sondern halten auch unsere Immunabwehr in Schach.
Weitere Funktionen des Darmes sind die Regulation unserer mentalen Balance, die Energiebereitstellung, die Regulation des Wasser- und Salzhaushaltes und die Vitamin- und Hormonproduktion.

 

Wie unsere Verdauung funktioniert

Unsere Verdauung beginnt bereits im Mund. Beim Kauen werden Verdauungsenzyme über den Speichel abgegeben, die den Nahrungsbrei zu zersetzen beginnen.
Im Magen herrscht im Gegensatz zum Mund, ein saures Milieu. Der Magensaft, der die Nahrung weiter verdaut, besteht überwiegend aus 0,5 prozentiger Salzsäure und Schleim.
Dieser Schleim ist die Magenschleimhaut und sorgt dafür, dass der Magen nicht von der Säure angegriffen wird. Das wichtigste Verdauungsenzym im Magen ist Pepsin, dass Proteine in ihre Bestandteile aufspaltet und auf die weitere Verdauung vorbereitet.

Bauch Darmgesundheit

Die nächste Verdauungsstation ist der Dünndarm. Hier werden dem Nahrungsbrei Verdauungsenzyme aus dem Gallensaft zur Fettverdauung beigesetzt. Der Dünndarm ist von kleinen Ausstülpungen, den Darmzotten überzogen und vergrößert so seine Oberfläche um ca. das 25fache. Dadurch können Nährstoffe besser aufgenommen und über die Lymph- und Blutgefäße im Körper verteilt werden.


Im Dickdarm landet alles, was nicht weiter verdaut werden kann. Hier werden dem Nahrungsbrei hauptsächlich nur noch Wasser und Salze entzogen. Die Darmschleimhaut macht die nicht verwertbaren Reste gleitfähig und bereitet sie so auf die Ausscheidung vor. 

 

Darmflora und Darmgesundheit

Die Darmflora durchzieht den gesamten Darm und ist der Lebensraum der Billionen von Mikroorganismen (Baktrien, Viren, Hefepilze). Sie wird auch als Darmmikrobiom bezeichnet. Das Mikrobiom schließt die Gesamtheit aller Bakterien, die sich in unserem Darm, auf unserer Haut, in unseren Organen und dem Urogenitaltrakt befinden, mit ein.

Es sind ungefähr 1000 verschiedene Mikroorganismen bekannt. Bei jedem Menschen kommen mindestens 160 verschiedene solcher vor. Das Mikrobiom im Darm ist bei jedem Mensch unterschiedlich und individuell zusammengesetzt. Mit unserer Geburt überträgt uns unsere Mutter ihre Vaginalbakterien (bei einer natürlichen Geburt), die nach der Geburt unsere Darmflora besiedeln. Die Vaginalbakterien enthalten einen hohen Anteil an Milchsäure- und Bifidobakterien. Wird ein Kind mit Kaiserschnitt geboren, ähnelt die Zusammensetzung der Darmbakterien mehr der Hautbakterien der Mutter. Das Mikrobiom bildet sich in den ersten zwei Lebensjahren aus und ist danach relativ stabil.

 

Die Immunabwehr im Dickdarm

Bis zu 80% der Immunzellen sitzen im Dickdarm. In der Darmschleimhaut sitzen zahlreiche Lymphfollikel, deren Hauptaufgabe es ist schädliche Bakterien und Viren zu erkennen und zu eliminieren. Die Lymphfollikel (Lymphozyten) produzieren Antikörper und senden bei Bedarf weitere Botenstoffe aus, um die Immunabwehr zu aktivieren und den Körper so vor Erkrankungen zu schützen.

 

Darmintelligenz

Der Darm ist von einem Nervengeflecht durchzogen, dass mit mehr als 100 Millionen Nervenzellen vier bis fünfmal (!) größer als das in Gehirn und Rückenmark zusammen ist. Die Nervenzellen sitzen zwischen der Muskelwand der Organe und ziehen sich von der Speiseröhre bis zum Enddarm hinunter. Dieses Nervengeflecht wird als Enterisches Nervensystem (ENS) bezeichnet und reguliert unsere Verdauung. Es arbeitet komplett autonom vom Gehirn und ist Teil des vegetativen Nervensystems, dass Körperfunktionen, wie Blutdruck oder Atemfrequenz autonom reguliert. Diese Funktionen laufen “unbewusst” ab, d.h. ohne dass wir uns darauf konzentrieren müssen.

 

Darmgesundheit: Die Emotionen und das Bauchgefühl

Unser Darm wird auch als “das zweite Gehirn” bezeichnet. Unser Bauchgefühl gibt uns oft die richtige Eingebung. Und das liegt an der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn.

Sprung auf's Bauchgefühl hören

Das Enterische Nervensystem des Darms ist über einen Nervenstrang direkt mit dem Lymbischen System, unserem Emotionszentrum im Gehirn verbunden. Darm und Gehirn nutzen gleiche Botenstoffe wie z.B. Serotonin oder Dopamin um miteinander zu kommunizieren. Zudem sind einige Nervenzellen und Rezeptoren (Andockstellen für Botenstoffe) unseres Bauchhirns identisch mit denen des Gehirns.
Eine gute Darmgesundheit ist also auch ausschlaggebend für unser allgemeines Wohlbefinden, da im Darm Hormone ausgeschüttet werden, die unsere Stimmung beeinflussen.

 

Symptome schlechter Darmgesundheit

Wenn die Darmbakterien nicht im Gleichgewicht sind, kann sich das in Form von Verdauungsbeschwerden bemerkbar machen. Kurzfristig kann das zu Magen-Darm-Problemen, wie Blähungen, Bauchschmerzen, Verstopfungen oder Durchfall führen. Halten die Verdauungsbeschwerden an, können Entzündungen und Erkrankungen entstehen.

Ein Ungleichgewicht in der Darmflora entsteht immer dann, wenn mehr “schlechte” als “gute” Darmbakterien vorhanden sind. Ursachen dafür können nicht nur eine unausgewogene Ernährung sein, sondern auch Stress. Stress kann uns wortwörtlich “auf den Magen schlagen” oder uns Bauchschmerzen bereiten.

 

5 Tipps, um die Darmgesundheit zu stärken

Wir leben heute meist in einem Zustand der Daueranspannung, sprich Stress und hören oft nicht mehr auf unseren Appetit oder unser Bedürfnis uns auszuruhen und zu entspannen. Daher gehört die Ernährung, wie auch körperliche Bewegung sowie Entspannungsübungen zu den wichtigsten Bereichen, bei denen du ansetzen kannst, um deine Darmgesundheit zu stärken.

 

1. Mehr Präbiotika, mehr Ballaststoffe 

Bananen

Baue mehr Präbiotika in deine Ernährung ein. Präbiotika sind unverdauliche Pflanzenfasern, gehören zu den Ballaststoffen und regen die Verdauung an. Sie können im Dünndarm nicht verdaut werden und gehen intakt in den Dickdarm über, wo sie die Vermehrung von guten Darmbakterien fördern. Präbiotika stecken in Topinambur, Knoblauch, Artischocken, Zwiebeln, Chicorée, Weizen und Bananen.

 

2. Mehr probiotische Lebensmittel

Fermentierte Lebensmittel Probiotika

Probiotische Lebensmittel enthalten lebendige Mikroorganismen, wie Milchsäurebakterien oder Hefen. Milchsäure entsteht bei der Vergärung und dem Fermentationsprozess mit dem Lebensmittel schon vor Jahrtausenden länger haltbar gemacht wurden. Heute werden probiotische Bakterien auch künstlich in Fertigprodukte hinzugefügt. Besser ist es sie auf natürliche Art und Weise über Sauerkraut, Sauerteigbrot, Joghurt, Kefir, fermentierte Getränke wie Kombucha, Miso oder Kimchi (fermentiertes Gemüse) aufzunehmen.

 

3. Bewegung in den Alltag einbauen

Jogging in der Natur

Mit regelmäßiger, moderater Bewegung tust du nicht nur deiner Figur etwas Gutes, sondern auch deinem Darm. Ausdauersportarten wie Laufen, Walken, Radfahren oder flottes Gehen regen die Darmtätigkeit an. Bei Sport in moderater Intensität wird einerseits der Blutdruck, Herzschlag und Atemrhythmus erhöht und die Durchblutung des Darmes erhöht, wodurch die Darmmotorik zunimmt. Sport in hoher Intensität hat diesen Effekt nicht, da der Körper mehr angespannt als entspannt ist und somit mehr Stresshormone ausgeschüttet werden. Durch das Übermaß an Stresshormonen wird die Verdauung gehemmt.

 

4. Stress abbauen

Stress abbauen Meditation

Wir können Stress nicht immer vermeiden, aber beeinflussen wie wir mit ihm umgehen. Wenn du gestresst und angespannt bist, kann sich das auch auf den Darm auswirken, der ebenfalls anspannt und verkrampft. Bewusstes tiefes Atmen in den Bauch aktiviert nicht nur unseren Darm, sondern auch unseren Parasympathikus. Der Parasympathikus ist Teil unseres vegetativen Nervensystems und reguliert unseren Entspannungs- und Erholungszustand.

 

5. Bitterstoffe

Steinmörser

Bitterstoffe sind nicht sehr beliebt und schmackhaft. Das kann allerdings daran liegen, dass sie uns durch die Lebensmittelindustrie förmlich abtrainiert worden sind und unser Gaumen nicht (mehr) an den bitteren Geschmack gewohnt ist. Dabei haben Bitterstoffe eine wunderbare Wirkung auf unsere Verdauung. Der bittere Geschmack regt die Verdauungssäfte und -enzyme an. Pflanzen mit Bitterstoffen sind zum Beispiel Artischockenblätter, Löwenzahn, Enzianwurzel, Schafgarbe oder Wermut.

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